Assessment-Center-Lexikon:
Stichwort: Rollenspiel
Beim Rollenspiel muss der Bewerber in eine bestimmte Rolle schlüpfen und mit einem Gesprächspartner über ein bestimmtes Thema reden. Die Rolle und Aufgabenstellung des Bewerbers ist in einer schriftlichen Rollenanweisung genau festgelegt.
Es geht meistens darum den Gesprächspartner von etwas zu überzeugen oder für eine bestimmte Sache zu gewinnen. Oft wird in dem Rollenspiel eine Situation aus dem Unternehmen oder dem Berufsfeld nachgestellt. Typische Aufgabenstellungen bei Berufseinsteigern sind Überzeugungs- und Verkaufsgespräche oder auch Reklamationsgespräche. Bei Führungspositionen gehören oft Kritikgespräche, Motivationsgespräche, Zielerreichungsgespräche, Bewerbungsgespräche und Schlechte-Botschaft-Gespräche zum Standardprogramm.
Dem Bewerber wird meist eine sehr kurze Vorbereitungszeit von einigen Minuten zur Verfügung gestellt um sich gedanklich auf die Situation vorzubereiten. Die Rollenanweisung enthält eine genaue Zeit für das Gespräch die eingehalten werden muß, der Zeitrahmen bewegt sich häufig - je nach Umfang und Schwierigkeitsgrad der Aufgabe - zwischen 5 und 25 Minuten.
Der Gesprächspartner des Bewerbers wird dabei immer von einem der Beobachter gespielt. Man sollte damit rechnen, dass man während des Gesprächs auf Widerstand stößt und dass der Gesprächspartner nicht ganz einfach zu überzeugen ist. Ein oder zwei weitere Beobachter verfolgen das Gespräch von außen und beurteilen den Bewerber. Die Bewerber werden in dieser Aufgabe einzeln geprüft und treten nicht gegeneinander an.
mögliche Beurteilungskriterien beim Rollenspiel:
- Kommunikationsfähigkeit
- Konfliktfähigkeit
- Kompromissbereitschaft
- Kooperationsfähigkeit
- Einfühlungsvermögen
- Überzeugungskraft
- Führungsverhalten
- Kundenorientierung
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